Warum schlechtes Deutsch für Ihre Werbebriefe besser ist

Wenn Sie grammatikalisch und sprachlich in Ihrem Werbebrief alles richtig machen, so wie Sie's in der Schule gelernt haben, machen Sie garantiert einiges falsch. Wenn nicht sogar alles.

Bereits dieser kleinen Nachsatz "Wenn nicht sogar alles" hätte Ihnen Ihr Deutschlehrer bestimmt rot angekreidet.

Zu umgangssprachlich. Und wo ist überhaupt das Substantiv?

Da! Schon wieder ein böser Textpatzer! Man fängt keinen Satz mit „Und“ an!

Doch. Doch. Doch. (Schlimme Wortwiederholung!!!)

In Ihrem Werbebrief können Sie Sätze ruhig mit „Und“ starten. Ja, sollten Sie sogar:

  • Wenn Ihr Text dadurch zum Beispiel flüssiger zu lesen ist.
  • Wenn Sie damit aus einem langen Satz zwei kurze machen.
  • Wenn Sie dadurch Spannung aufbauen (Und das ist noch längst nicht alles …).
  • Wenn Sie dadurch einen neuen Gedanken ins Spiel bringen, der den Kunden gewinnen hilft.

Denn wissen Sie, was der große Unterschied zwischen Ihnen und einem Deutschlehrer ist?

Ein Deutschlehrer bekommt sein Geld Monat für Monat pünktlich vom Staat. Sie hingegen müssen Ihr Geld mit wirklich überzeugenden Verkaufstexten verdienen.

Und dazu brauchen Sie nun mal Werbetexte, die nicht Deutschlehrer begeistern, sondern Ihre Kunden! So sehr, dass sie gerne „Ja!“ zu Ihrem Angebot sagen.

Wenn Ihnen dabei ein flottes Deutsch mehr hilft als grammatikalisch einwandfrei gedrechselte Sätze … sei's drum. Dann können Sie zur Gewissensberuhigung abends ja immer noch Weltliteratur lesen!

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